Achtung, enthält Werbung/gesponserter Beitrag:
Der Inhalt wird davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die ehrliche Meinung des Rezensenten wieder.

Inhalt

“London 1896: Eine berüchtigte Mörderin soll hingerichtet werden. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie den Gentlemen vom Sebastian Club von einem antiken Duftbehälter, dem legendäre Heilkräfte nachgesagt werden. Gibt es ihn wirklich? Oder ist der blaue Pomander nur das Hirngespinst einer Geisteskranken?

Um der Sache auf den Grund zu gehen, reisen die Ermittler nach Salzburg, ins Kaiserreich Österreich-Ungarn. Sie stellen rasch fest, dass sie auf der Suche nach der Kostbarkeit nicht allein sind, sondern von einem Konkurrenten verfolgt werden, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Als ihnen der geheimnisvolle Unbekannte immer näher kommt, wird die Lage brenzlig.” (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
“Kalter Novemberregen prasselte auf das Dach des Hansom Cabs,
während sein pitschnasser Kutscher eine Lücke im Verkehr auf der Old Bailey Street nutzte und geschickt an einem überfüllten Wagen der London Central Omnibus Company vorbeimanövrierte.”

Infos zum Buch
Seitenzahl: 259 Seiten
Verlag: Dryas Verlag
ISBN: 978-3948483012
Preis: 12,50 € (Taschenbuch) / 7,99 € (Ebook)
Reihe:
Die Gentlemen vom Sebastian Club
Der Fall des lachenden Kranichs

Der blaue Pomander

Infos zur  Autorin
Geboren und aufgewachsen in Bayern, verließ Sophie Oliver nach dem Abitur ihre Heimat, um zu studieren und die Welt zu erkunden. Sie lebte in Italien und England und durfte in verschiedenen Berufen Erfahrungen sammeln. Mittlerweile ist sie zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und wohnt mit Familie und Hund auf dem Land. Sophie liebt die bunte Vielfalt, Schräges genauso wie Schönes und vor allem »all things British«.” (Quelle: Amazon)

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich mochte bereits den Vorgängerband wahnsinnig gerne und wollte daraufhin auch den nächsten Band der Reihe lesen! 

Cover: 
Das blau gehaltene Cover mit der Burg in den Bergen und dem kleinen Dörfchen darunter gefällt mir unsagbar gut, noch besser aber der geöffnete blaue Pomander am oberen Ende des Covers. Die blau gehaltene Schrift passt perfekt dazu!

Story + Charaktere:
Da sind sie wieder, unsere “Herren” des Sebastian Clubs, einem alt eingesessenen Detektivclub, der die Fälle löst, mit denen Scotland Yard nicht zurechtkommt! Auch der dritte Band um die Ermittler geizt keineswegs mit Spannung, denn dieses Mal geht es um den blauen Pomander.

Ein Pomander ist ein Gemisch aus wohlriechenden Stoffen das meist auch einen medizinischen Zweck erfüllt – oder zumindest zum damaligen Zeitpunkt einen erfüllte. Dies wird in einem Behältnis aufbewahrt, das meist apfel-/kugelförmig ist – daher wohl auch die andere Bezeichnung “Bisamapfel”.  Im Falle der Geschichte von Sophie Oliver handelt es sich beim blauen Pomander nicht nur um eine geheimnisvolles Behältnis mit einer geheimen Substanz darin, sondern um ein vermeintliches Heilmittel, welches der Arzt Paracelsus damals zusammengebraut und als Allheilmittel für alle Krankheiten bezeichnet hat. Dies ist verschollen und zufällig gelangen die Detektive an einen Hinweis, wo sich dieser geheimnisvolle Behälter inklusive Allheilmittel aufhalten könnte…

Sophie Oliver bietet uns mit ihren Detektiven auch dieses Mal wieder eine überaus spannende Geschichte, die sich nicht nur dadurch auszeichnet, dass sie den Leser kaum vom Haken lässt, sondern auch durch die wundervollen Charaktere. Jeder einzelne von ihnen ist mir bereits im Vorgängerband schon ans Herz gewachsen und in diesem Band umso mehr.

Allen voran die unerschrockene Freddie Westbrook, die sich stetig als Mann verkleiden muss, da sie sonst im Herrenclub nicht geduldet wird. Einzig die ermittelnden Detektive (Doktor Wallace Pebsworth, Crispin Fox, Professor Aristoteles Brown und natürlich ihr Onkel, Lord Philip Dabinott) wissen um ihr wahres Geschlecht und bewahren darüber stillschweigen.  

Der Plot ist nicht nur spannend, sondern auch äußerst vielschichtig, mit allerlei Historie dahinter – manchmal mit wahren Begebenheiten, manche frei erfunden. Aber genau aus diesem Grund gefallen mir die Geschichten von Sophie Oliver dermaßen gut. Auch die Tatsache, dass Frauen nicht ernst genommen werden und eigentlich nur als “Hausfrau und Mutter” gerne gesehen sind, wird hier thematisiert und gerade deshalb mag ich Freddie so gerne: sie trotzt diesem Verhalten schon in ihren jungen Jahren und steht ganz ihre Frau – richtig so! 

Das Ende empfand ich gleichermaßen als unendlich traurig, wie auch als “passend” zumindest in mancherlei Hinsicht… ich freue mich schon sehr auf weitere Romane um den Sebastian Club! 

Schreibstil:
Der Schreibstil passt perfekt zur Zeit des Buches, lässt sich aber trotzdem problemlos lesen. Er ist sehr bildhaft und fesselnd, es wird Spannung aufgebaut, die einen kaum noch loslässt und das Lesen macht einfach nur Spaß!

Gesamt: 
Ein grandioser dritter Band, der mich gleichermaßen gefesselt, wie auch berührt hat… ich freue mich schon auf mehr Bücher rund um den Sebastian Club!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag,  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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