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Inhalt

“Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten.
Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben. 
Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?” (Quelle: Verlagshomepage)
 
Erster Satz des Buches
“Der Raum ist modrig kalt.”
 
Infos zum Buch
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Fischer Verlag
ISBN: 978-3-596-70206-0
Preis: 12,99 € (Broschiert) / 4,99 € (Ebook)
Reihe: 
Tiefe Narbe
Toter Schrei 
 
Infos zum  Autor
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund …” (Quelle: Verlagshomepage)

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
2018 las ich Band 1 und 2 der Trilogie und war am Ende völlig gefrustet, weil Band 2 einen richtig fiesen Cliffhanger bereithält, das dritte Buch aber erst etwa 1 Jahr später, im Januar 2019 erscheinen würde… Vor kurzem fiel mir Band 3 aber wieder auf, der nun schon seit längerer Zeit auf meinem Stapel ungelesener Bücher dümpelte – also beschloss ich, Band 1 und 2 diesmal als Hörbuch zu hören und mich wieder auf den neuesten Stand zu bringen… damit ich nun endlich bereit war, für Band 3! 

Cover: 
Die rote Schrift ist ein Blickfang, ebenso wie das in halbdunkeln gehaltene Gesicht… es passt nicht nur perfekt zur Geschichte, sondern auch zu den restlichen Bänden – ein fantastisches Cover!

Story + Charaktere:
Mit “Toter Schrei” erschien im Januar 2019 die Fortsetzung der Trilogie “Im Kopf des Mörders” auf die Wohl ein jeder Arno Strobel (und Max Bischoff) – Fan sehnsüchtig gewartet hatte. Ich gebe zu, auch ich, doch bis ich das Buch dann lesen sollte, verging ein weiteres Jahr.

Rückblickend betrachtet kann ich gar nicht mehr wirklich verstehen, wieso ich so lange gebraucht habe um mich diesem dritten Teil zu widmen, denn: er ist fabelhaft. Er setzt genau da an, wo Band 2 endete, was die Lektüre von “Kalte Angst” voraussetzt. 

Unser Lieblingsermittler Max Bischoff befindet sich in einer mehr als prekären Situation: seine Schwester Kirsten wurde entführt und der Entführer droht: keine Polizei, schon gar nicht Partner Horst Böhmer, sonst wird er Kirsten aufs übelste Verstümmeln. Schnell wird klar, was der Entführer will: Max soll einen Mord begehen… und so steht Max vor der Entscheidung, ob er das Leben seiner Schwester retten will – oder sich selbst und seine Prinzipien verrät und dadurch im Knast landet… 

Meine Güte war das spannend! “Toter Schrei”bietet den perfektesten Abschluss der Trilogie um Max Bischoff, die man sich nur vorstellen kann… während der Ermittler ein Wechselbad der Gefühle durchmacht, von tiefer Verzweiflung, über Hoffnungslosigkeit und Wut, ergeht es dem Leser nicht gerade besser, denn man fühlt sich absolut in die Situation des Ermittlers hinein. Vor allem die Tatsache, dass er dieses Mal nicht auf der Seite der Gerechtigkeit steht, sondern früher oder später selbst als Verdächtiger gejagt wird, macht einen als Leser fast wahnsinnig und die Hetzjagd nach ihm raubt einem fast den Atem. Nervenkitzel, Angst, fast schon eine Art Paranoia überfallen einem beim lesen und man will das Buch kaum noch zur Seite legen…

Die Auflösung des Ganzen fand ich wahnsinnig gut und absolut schlüssig – und gerade weil ich damit nicht gerechnet hätte (oder erst ganz kurz vor Auflösung), gefiel sie mir umso besser. 

Etwas wehmütig klappte ich das Buch am Ende zu, denn das war es wohl, mit der Trilogie um unserem Max Bischoff… oder vielleicht auch nicht? Ich würde mich auf jeden Fall freuen, ihm und auch Horst Böhmer wieder zu begegnen. 

Schreibstil:
Der Schreibstil ist nicht nur gut lesbar und flüssig, sondern auch gut verständlich und mit jeder Menge Spannung unterlegt! Besonders die Tatsache, dass man auch Passagen aus Kirstens Sicht liest, gefielen mir gut! 

Gesamt: 
Ein wahrhaft würdiger Abschluss einer sehr lesenswerten Trilogie. Max Bischoff und Horst Böhmer sind Charaktere, die mir nicht nur wegen ihrer Komplexität, sondern auch wegen ihrer sympathischen und eigenwilligen Art sehr gut gefielen. Der Plot des Buches ist nicht nur extrem spannend, sondern absolut unvorhersehbar geschrieben – da macht das Lesen Spaß! 

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bildquelle: Book-addicted
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