Vor einigen Tagen bekam ich ein neues Rezensionsexemplar über die Buchflüsterer-Aktion zugesandt.. dies möchte ich euch heute einmal zeigen 🙂




Das Seelenhaus – Hannah Kent
Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie
wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt,
behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird,
ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines
Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin
beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres
Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt.
Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden
zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein
Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung
der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei
der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr
vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der
harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis
sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich
ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz
über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die
Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen
Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während
der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.

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